Verein integrativer Sportarten für Menschen mit und ohne Behinderung

Teilen:

Segeln und Mee(h)r im September 2026

Bilder: Sabine, Stefan, Holger, Armin, Text Susann P.

Mit zwei bei Sail-Yachting in Workum gecharterten Segelyachten, einer Bavaria Cruiser 37 und einer C-38, sowie einem Eignerboot, einer Bavaria 35, machten sich zehn Vereinsmitglieder der BSG auf den Weg, um zu den Inseln der Waddenzee zu segeln.

„Waddenzee 2026“ – so lautete auch der Name unserer WhatsApp-Gruppe. Das war Plan A.

Aber erstens kommt es immer anders und zweitens, als man denkt.

Genau das macht das Segeln so spannend. Immer wieder andere Bedingungen bedeuten neue Herausforderungen bei der Planung und Durchführung. Nach unserer Ankunft am Freitag war bereits abzusehen, dass Plan A möglicherweise am Starkwind scheitern würde.

Nachdem Plan B, die Stehende Mastroute über Leeuwarden und Harlingen, aufgrund zu vieler Unsicherheitsfaktoren ausgeschlossen wurde, legten wir am Samstag einen Hafentag ein. So blieb ausreichend Zeit, die Boote kennenzulernen und ausführliche Sicherheitseinweisungen durchzuführen.

Am Sonntag entschieden wir uns dann für den sicheren Plan C: über die Kanäle nach Lemmer und am Montag auf dem IJsselmeer zu segeln.

Bei guten Windbedingungen steuerten wir anschließend Enkhuizen, Hoorn und Medemblik an. Alle drei Städte sind sehenswert, typisch für die Region und aufgrund ihrer Geschichte bestens für abendliche Spaziergänge geeignet.

Wie immer war segeltechnisch alles dabei.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Schleusen sowie beim An- und Ablegen – der Warte-Steg wurde „geküsst“, ein Fender verheddert, verloren und glücklicherweise wiedergefunden – hatten sich die Crews schließlich eingespielt.

Die Ausweichregeln wurden noch einmal aufgefrischt.

Ein Boot hatte eine Gallionsfigur mit Wurfankerfähigkeiten.

Auch ein Rauchmelder-Test wurde erfolgreich abgeschlossen: Aufbackbrot mit ausgeprägtem Röstaroma.

Dann ging es auf zum Ritt auf den Wellen. Mehr als 30 Grad Krängung läuft die Bavaria 34 auch bei vier Windstärken nicht. Da muss dann doch ein Reff ins Segel. Genutzt hat es allerdings nichts – es blieb beim zweiten Platz.

An einer Gefahrenstelle mit Steinen war klar: Mittendurch ist keine gute Idee. Also abfallen und dabei noch mehr Geschwindigkeit verlieren.

Wie war das noch gleich?

„Ein Boot ist ein Boot, zwei Boote sind eine Regatta.“

Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Leckere Kochkreationen entstanden an Bord, und auch zahlreiche Restaurants ließen bei der Verpflegung keine Wünsche offen.

Sabine hat einen Vogel. 🙂 Genauer gesagt: Sie hat einen mit an Bord gebracht.

Zu guter Letzt wurde sogar noch eine Kabine geflutet. Das kommt davon, wenn Frau lüftet und gleichzeitig das Boot geschrubbt wird.

So wurde aus Plan A zwar nichts, aber auch Plan C bescherte uns einen abwechslungsreichen und erlebnisreichen Törn mit Wind, Wellen, Kanälen, Brücken, Schleusen, kleinen Missgeschicken und jeder Menge guter Laune.

Segeln und Mee(h)r – genau das war es!

Weitere Beiträge

Allgemein

AggerRund

Bilder: Stefan E, Text: Susann P. Die mittlerweile 7. AggerRund